Inzwischen ungezählte, meist herrenlose Tiere oder Wildtiere haben wir in unserer Praxis aufgepäppelt. Zwei von ihnen sind bei uns geblieben, die Wilden haben wir wenn möglich wieder in die Freiheit entlassen, die Herrenlosen haben wir in liebevolle Hände vermittelt.

 

Unsere Katze Wilma wurde uns im Oktober 2002 gebracht. Sie hatte eine sehr schwere Beinverletzung mit massivem Substanzverlust vorne links. Mit viel Mühe und Geduld konnten wir das Bein retten: Wilma mußte drei Monate Halskragen, tägliche Injektionen und schmerzende Verbandwechsel ertragen. Außer einer Narbe sind keine Folgeschäden geblieben.

Leider ist unsere Wilma im Februar 2014 überfahren worden und war sofort tot.

 

Unsere griechische Landschildkröte Krötino haben wir übernommen: sie hat einfach nicht mehr gefressen, keinen Kot abgesetzt und war mehr tot als lebendig. Wochenlang hat sie tägliche Sondenernährung und Einläufe über sich ergehen lassen. Wir haben sie sogar mit in den Urlaub genommen, um sie durchgehend optimal versorgen zu können. Jetzt ist sie wieder sehr fit, und damit sie nicht so einsam ist, haben wir noch drei weitere „Griechen“ dazugesellt.

 

 

Norbert war ein herrenloser verunfallter Kater, der uns gebracht wurde. Er hatte so ein schweres Schädel-Hirn-Trauma nach einem Autounfall, dass er gar nichts mehr konnte: nicht laufen, nicht stehen, nicht mal sitzen, nicht selbstständig essen oder trinken, er konnte nur ein klein wenig den Kopf bewegen. Nach wochenlanger Pflege, Injektionen und Magnetfeldtherapie ist er wieder ganz gesund geworden. Nachdem er genesen war, konnten wir ihn vermitteln. Er heißt jetzt Felix und es geht ihm sehr gut.

 

Ebenso konnten wir Felicita vermitteln. Sie lag mit einem zarten Kätzchenalter von circa 4 Wochen im Straßengraben, mitten im Winter. Sie hatte eine offene Trümmerfraktur im rechten Oberschenkel. Wir mußten ihr Bein amputieren. Sie ist inzwischen eine selbstbewußte junge Dame und lebt bei einer Frau, die selber mit einem Handicap ihr Leben meistert.

 

 

Amanda ist eine schwarze Katze, die uns eine Landwirtin gebracht hatte. Sie streunte auf verschiedenen Höfen umher. Nach einer unbehandelten Bißverletzung im rechten Vorderbein hat sich das Bein so massiv entzündet und sich die Katze vor Schmerzen selber so benagt, dass das Bein quasi abgefault war. Es hat erbärmlich gestunken, die Knochen von Elle und Speiche waren frei liegend und es blieb nur Euthanasie oder Amputation. Wir haben amputiert und konnten auch Amanda in liebevolle Hände vermitteln.

 

 

Ungezählte Igel und Vögel haben wir aufpäppeln können. Auch bei zwei Igeln mußten wir schon Beine amputieren. Sie haben sich beide hervorragend erholt und sind bestens mit drei Beinen zurechtgekommen.

 


 

Übrigens: wenn sie ein verunfalltes oder krankes Wildtier finden, können Sie es gerne in unsere Obhut geben. Wir stellen Ihnen für die Behandlung von Wildtieren keine Rechnung. Damit wir dies weiterhin so handhaben können, sind wir aber für jede kleine oder größere Spende dankbar. Eine Spendenbox steht in der Praxis bereit.